Vier Generationen führen durch das bewegte 20 Jahrhundert. Der Roman blickt in die Atmosphäre der Zeit und ihrer Existenzen. Wie kann ein Leben nach dem großen Erschrecken überhaupt noch gelingen?

Jakob wurde 1920 in China geboren, verbrachte in Schwaben, Sachsen und Mecklenburg seine Kindheit und Jugend, nahm als Offizier der deutschen Wehrmacht an den Feldzügen nach Frankreich und Russland teil und verbrachte elf Jahre in Kriegsgefangenschaft und dem russischen Gulag. Nach der Rückkehr Jakobs in die Heimat gebiert ihm Anne einen Sohn, Yannik, zu dem ihm aber der Kontakt, bis zu dessen Volljährigkeit, verwehrt bleibt. Nach der Eheschließung mit Esther, die sich nach dem Krieg selbst einem bedrückenden Schicksal in der Deutschen Demokratischen Republik ausgesetzt sah, kommt seine Tochter Lucie zur Welt. Doch schon bald werden die kurzen Momente des Glücks von den bedrückenden Erfahrungen der Vergangenheit verdrängt, die auf der Beziehung Jakobs zu Lucie lasten.

Konrad, eine Generation jünger als Jakob, wächst unter ärmlichen Verhältnissen in Oberschwaben auf, und bleibt sein Leben lang in den Zwängen der Nachkriegszeit gefangen. Mühsam strampelt er sich durchs Leben, bis er Anne, die Mutter von Yannik kennen und lieben lernt. Konrad fühlt sich im Schutz seiner Familie sicher, lebt auf, vor allem als Pflegevater von Yannik. Als dieser jedoch volljährig wird, erträgt Konrad weder die vermeintliche Entfremdung von seinem Pflegesohn noch die schwere Erkrankung seiner Frau.

Yannik und Lucie suchen nach einem selbstbestimmten Leben und zugleich eine gute Beziehung zu Yanniks kleinem Sohn Christoph, was eine Herausforderung darstellt. Beides kann nur glücken, wenn die Rückbindung an die Lebenserfahrungen der Eltern bestehen bleibt. Der Druck, der auf ihnen lastet und den sie an Yannik und Lucie weitergeben und die Konflikte, die dieser Druck erzeugt, können nur durch Erfahrungen aufgehoben werden, die nicht aus ihnen selbst kommen und die aus der Zeit herausfallen. Jakob setzt seinen Enkel Christoph einer solchen Erfahrung aus und befreit ihn damit aus den Fesseln der Lebensgeschichte seiner Eltern und Großeltern. Die Blicke können sich hoffnungsvoll in die Zukunft richten. Die Trampeltiere beginnen zu tanzen.

Der Glaube und das Vertrauen in die überkommenen Werte und Autoritäten ist Jakob abhanden gekommen. So stellt der Roman die Frage, wie schwer die Schicksalsschläge der Väter noch immer auf den nachfolgenden Generationen lasten, die auch sie mit sich herumschleppen.

Die Schilderung der dramatischen Lebensgeschichte Jakobs folgt autobiografischen Aufzeichnungen. Der Roman richtet sich an alle, die sich im Fluss der Geschichte treiben sehen. Die Frage nach der Befindlichkeit der Menschen, die im einundzwanzigsten Jahrhundert leben, kann nur der Blick in den Spiegel ihrer Herkunft beantworten.

Rück- und Vorausblenden sowie Sprünge in den Handlungssträngen bauen ein hohes Erzähltempo auf.

Bibliographie: Rolf Siller, Wenn Trampeltiere tanzen. Zeiten des Schreckens – Momente des Glücks. Biographischer Roman. Norderstedt: Books on Demand 2014. Taschenbuch € 14,95 – eBook € 10,99

Autor: Rolf Siller, Jahrgang 1939, emeritierter Professor für Schulpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. – Lehramtsstudium in Freiburg und mehrjährige Lehrtätigkeit an Grund-, Haupt- und Sonderschulen. Studium der Philosophie, Germanistik und Pädagogik in München. Philosophische Promotion. Lehrtätigkeit in den Fächern Allgemeine Pädagogik und Schulpädagogik an den Pädagogischen Hochschulen Karlsruhe und Heidelberg. Direktor des Instituts für Sachunterricht.

Anschrift: Prof. Dr. Rolf Siller, Prankelstr. 13, 69469 Weinheim,
eMail: siller.paed@gmail.com – Webseite: http://rolf-siller-2000.jimdo.com

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