Berlinartprojects präsentiert Yaşam Şaşmazers Einzelausstellung Metanoia in einer Deutschlandpremiere. Die schönen und düsteren Skulpturen ziehen den Zuschauer in ihren Bann.

BERLINARTPROJECTS präsentiert Yaşam Şaşmazers Einzelausstellung Metanoia, die zum ersten Mal in Deutschland gezeigt wird. Bei den sowohl schönen als auch düsteren Skulpturen vermag der Zuschauer es nicht, unbeteiligt zu bleiben, er wird in den Bann und Raum der Figuren gezogen. Jede Figur bildet einen geschlossenen Kosmos, in privater, geradezu intimer Interaktion mit ihrem eigenen Schatten, so fühlt sich der Betrachter wie ein Voyeur, der Zeuge einer tiefen psychischen Offenbarung wird. Mit dem Titel Metanoia bezieht sich die Künstlerin auf ein psychologisches Phänomen und damit auf C.G. Jung. Ihm zufolge bezeichnet es den Prozess der Re-Konstituierung der Psyche als Form der Selbstheilung während einem psychologischen Zusammenbruch oder einer existenziellen Krise, hier gemeint als potentiell produktiver Akt, der persönliches und inneres Wachstum umfassen kann. Die Auseinandersetzung der Künstlerin mit dem Topos des Schattens ist dabei selbst einem kontinuierlichen Reifungsprozess unterworfen. Sie beschäftigte sich lange mit der Darstellung von Kindern, welche bereits Kontakt mit menschlichen Abgründen und Räumen gehabt und dadurch in ihrer Kindlichkeit unheimlich, merkwürdig reif und wissend wirken. Das zum Teil noch Spielerische dieser Charaktere hat sich aufgelöst, ihre Figuren sind gereift und älter geworden und haben ihren Zugang geändert. Sie begegnen ihrem Schatten, sie konfrontieren ihn und kämpfen, die Dichotomie zwischen Kindern und ihren Eltern ist ersetzt worden. So wie das Konzept Metanoia bei Jung durch sein Element der inneren Transformation positiv konnotiert ist, so sind die Figuren im Ringen mit dem Abgrund kraftvoll und voller Leben. Die Künstlerin gestaltet den Raum mit ihren Arbeiten, nicht nur indem sie als dreidimensionale Skulpturen ohnehin konkreten Raum einnehmen und gestalten, sondern auch indem sie den Raum miteinbezieht, oftmals Arbeiten verändert und den Gegebenheiten anpasst. Jede ihrer Ausstellungen ist eine einmalige Installation. Der Betrachter wird einerseits Teil der Interaktion, in dem er den Raum betritt und eine Position der Figur gegenüber einnimmt. Andererseits bleibt er immer außen vor, da die dargestellten Szenen in sich geschlossen sind, die Figuren abgewandt und in eine innere Interaktion versunken. Somit wird der Zuschauer zum Voyeur, Zeuge des ambivalenten Akts, von dem er in den Bann gezogen wird, unfähig ein Teil davon zu werden.

YAŞAM ŞAŞMAZER wurde 1980 in Istanbul geboren, sie lebt und arbeitet sowohl in Istanbul als auch Berlin. Die Künstlerin studierte Bildhauerei an der Mimar Sinan Fine Arts University und schloss ihr Studium 2006 mit einem Master ab. Sie wird zu den vielversprechendsten türkischen Künstlern ihrer Generation gezählt. Ihre Karriere begann sie mit der Darstellung von Kinder-Figuren. Der Körper, seine Gesten und Haltungen waren immer im Zentrum ihrer Arbeit, ihre zerbrechlichen Charaktere geschnitzt aus Holz. Ihre Arbeit war von Beginn an beeinflusst von psychologischen Gedanken und Theorien. In 2011 erweiterte die Bildhauerin ihr Spektrum um die Darstellung von erwachsenen Figuren.
Ihre Arbeiten wurden auf Messen und verschiedenen Städten wie London, Dubai, New York, Istanbul und Berlin gezeigt. Sie hatte in Deutschland sowohl Einzel- als auch Doppelausstellungen, zum Beispiel am Künstlerhaus Marktoberdorf (Doppelgänger, 2012), der Gesellschaft für Bildende Kunst Trier e.V. (Translations, mit Ulrich Riedel, 2011), dem Kunstverein Elmshorn (Sculptures, 2011), AK 68 (Bunt gemalt & rund gehauen, mit Bodo Rott, 2011), dem Brühler Kunstverein für Hagenring e.V. (Eigenartig vertraut, 2011), BERLINARTPROJECTS (Doppelgänger & Should I really do it?, mit Ismail Necmi, 2013; It’s so complicated, 2010), in London, bei der Aubin Galerie (Illuminated Darkness, 2011) in Istanbul im Tophane-i Amire Culture and Art Center (Metanoia), der Ҫağla Cabaoğlu Galerie (Strangely familiar, 2009) als auch Ausstellungen an anderen Orten. Sie nahm teil an Gruppenausstellungen bei Akbank Sanat (Autonomous and Beautiful, 2014), der Hall Arts (Plural, Poetic, Ironical, 2013), beide in Istanbul, der Saatchi Gallery (Confessions of Dangerous Minds, 2011), London, der Lawrie Shabibi Gallery (Heroes & Villains – Summer Group Exhibition, 2011), Dubai, als auch an verschiedenen Biennalen, wie der Xingjiang Biennale (2014) in China und der Luleå Art Biennale (2007), Schweden. Ihre Arbeiten wurden gezeigt auf Messen wie der JustMAD, Art.Fair21, Scope Art Show in New York, Miami und Basel, Contemporary Istanbul, The Solo Project, SWAB Barcelona, Munich Contempo, Art Karlsruhe und sind Teil verschiedener Sammlungen.

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10785 Berlin
Deutschland

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email : info@berlinartprojects.de

Die Galerie BERLINARTPROJECTS wurde 2006 gegründet und fördert und repräsentiert vorwiegend junge Nachwuchskünstler aus Berlin und Istanbul. Zum festen Künstlerstamm gehören u.a. Ulrich Riedel, Daniel Harms, Meike Zopf und Claudia Vitari. Es sind von Skulptur bis Malerei verschiedene künstlerische Disziplinen vertreten.

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Frau Jennifer Fielding
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