Noch wurde keine Szene gedreht, nicht einmal eine Zeile Drehbuch geschrieben, und schon scheint das Schicksal der neuen Internet-Sitcom „Looking for X“ mit Felix Isenbügel, Christian Meyer und Ariane Seeger besiegelt zu sein.

Eigentlich war das Echo der Internet-Community bislang euphorisch bis begierig, man versprach sich sehr viel von der freien, unabhängigen und professionellen Webserie. Doch wenn es an das eigene Portemonnaie geht, schrecken wohl mittlerweile auch die Fans zunächst zurück. Um ein gewisses Maß an Professionalität zu garantieren, müssen aber auch Gagen gezahlt werden. Zwar verzichten alle Beteiligten auf einen großen Teil ihres sonst üblichen Honorars, doch ganz kostenlos kann auch „independent“ nicht gearbeitet werden.

Die ersten zehn Drehbücher sollten, sozusagen an der GEZ vorbei, direkt vom Publikum selbst finanziert werden, das war der Plan der Produktionsfirma A. S. Theater & Film Ltd. aus Berlin. Über die Crowd-Funding-Plattform pling.de wurden insgesamt 3.000 EUR ausgelobt. Jeder aus der Community durfte sich mit Beiträgen zwischen 10 EUR und 1.000 EUR beteiligen. Als „Belohnung“ winkte unter anderem eine kleine Gastrolle inklusive Einblick in die Dreharbeiten mit Felix Isenbügel, dem ehemaligen Soapstar aus „GZSZ“.

Leider kamen gerade mal 14 %, also 425 EUR, in den drei Monaten, in denen das Projekt bei pling.de angeboten wurde, zusammen. Und es bleiben nur noch wenige Tage, bis am 19.12.2011 das ambitionierte, unabhängige Projekt abgebrochen werden muss – wenn nicht noch ein Wunder geschieht.

Ein Wunder wären 257,5 Fans, die, trotz Rezension, jeweils noch 10 EUR beisteuern – oder ein paar Sponsoren, die mit größeren Beträgen auch echte Sponsorengegenleistungen erhalten könnten.

Zehn Autoren, der Schöpfer der Serie Markus Hahn, die Produzentin Ariane Seeger und alle anderen Beteiligten an Bord bangen jetzt um ihr „Baby“. Denn eines ist sicher: ohne gesicherte Finanzierung der ersten zehn Drehbücher kann dieses Projekt nicht stattfinden.

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