Große Lippen gleich guter Sex? Eine schottische Studie behauptet, dass Frauen mit Schmollmund öfter und heftiger zum Orgasmus kommen als ihre schmallippigen Geschlechts-genossinnen.Schmale Lippen entsprechen nun mal nicht dem Schönheitsideal. So einfach ist das. Deswegen lassen sich Millionen Frauen weltweit jährlich Hyaluronsäure oder Kollagen spritzen, um dem ersehnten Schmollmund näher zu kommen.

Vielleicht tun sie das aber nicht nur für sich und der Mode wegen. Unbewusst wollen sie damit möglicherweise auch eindeutige sexuelle Signale an die Männerwelt senden. Laut einer Online-Umfrage des Psychologieprofessors Stuart Brody von der University of the West of Scotland verraten unsere Lippen nämlich mehr über unser Sexualleben, als manch einem lieb sein könnte. 258 Frauen im Durchschnittsalter von 27 Jahren hat der Schotte auf ihre Lippenstruktur untersucht und nach ihrer sexuellen Aktivität befragt. Dabei hat Brody die Verbindung zwischen Mundform und der Häufigkeit von vaginalen Orgasmen entdeckt.

So kommt der Sexologe in der Auswertung seiner Ergebnisse zu dem Schluss, dass Frauen mit einem ausgeprägten Lippenherz (dem knuppelartigen Bereich unter dem Lippenherzbogen) häufiger und schneller zu vaginalen Orgasmen kommen, als jene, die eine eher dünne Oberlippe haben.

Trifft die Studie auf Sie nicht zu und Ihre Lippen sprechen eine andere Sprache als ihr Sexualleben? Dann legen Sie eben die Messlatte an Ihrem Körper ein wenig tiefer: Denn bereits 2008 hatte der Professor mit der Theorie geglänzt, dass Frauen mit einem fließendem und energischem Gang größere Chancen auf einen vaginalen Orgasmus haben als jene mit einem stark beckenlastigen, behäbigen Gang. Wer also nicht mit den Lippen einer Angelina Jolie oder Brigitte Bardot gesegnet ist, braucht die Hoffnung trotzdem nicht aufzugeben. Es bleibt immer noch der sexy Hüftschwung, um erhöhte Orgasmusfähigkeit zu signalisieren.

Aber nicht nur Frauen müssen sich bei der Bewertung ihrer sexuellen Qualitäten in der Forschungsarbeit der Universität von West-Schottland auf ihren Körper reduzieren lassen: 2009 brachten Stuart Brody und Kollegen eine Studie heraus, die besagt, dass es doch auf die Penislänge ankommt. Mehr als ein Drittel der Frauen käme erst ab 14,5 Zentimeter zum vaginalen Höhepunkt.

Stuart Brody macht guten Sex eben messbar. Angeblich.

Von news.de-Redakteurin Corina Broßmann

brc/rzf/news.de


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