Form und Fragilität der Gletscher Alaskas als faszinierende Landschaftsskulpturen „ICESCAPES“ nennt Cyril Schirmbeck seine aktuelle Frankfurter Ausstellung, einer Fotografieserie, die spektakuläre Eisformationen und faszinierende Luftaufnahmen und Panoramen der Gletscher in Alaska zeigen „ICESCAPES“. Nach der Vernissage am 20. Dezember 2011 sind die verschieden formatigen Bilder noch bis 20. Januar 2012 in der Galerie braubach.five Ausstellung zu sehen.

Cyril Schirmbeck, 1986 in Frankfurt geboren, fotografierte die weitläufigen Gletscherskulpturen in Alaska in den Jahren 2009 und 2010. Dabei ging er ganz systematisch vor und bannte sie in all ihren Facetten auf seiner Kamera: aus der Luft, auf dem Land und vom Wasser aus. Gestochen scharf und in changierenden Blautönen geben sie Ausdruck über ihre gewaltigen Dimensionen, aber zugleich auch der sensiblen Zerbrechlichkeit ihrer Natur. „Als ich das Eis in einer kleinen Cessna überflog, war ich unmittelbar fasziniert von den Formen und Formationen der Gletscher. Später wurde mir klar, dass es insbesondere die Spannung zwischen den immensen Kräften auf der einen und der zerbrechlichen Schönheit auf deren anderen Seite war, die mich faszinierte und die ich festhalten wollte.“ Die scheinbar ewigen Massen aus Süßwasser, die sich seit Jahrmillionen in einem Kreislauf aus Neuerschaffung und Abbau befinden, bauen sich heute schneller ab, als sie sich erschaffen können. Schwarze Rußablagerungen auf ihrer Oberfläche sind Zeichen der Ursache dieser Veränderung. Diese Gletscher fotografierte Cyril Schirmbeck in Alaska in 2009 und 2010 systematisch in ihren Facetten – aus der Luft, auf dem Land und vom Wasser aus. Die großformatigen und gestochen scharfen Aufnahmen geben Ausdruck ihrer gewaltigen Stärke, aber auch sensiblen Zerbrechlichkeit der Natur zugleich.

Schirmbecks Motive sind sowohl auf traditionellem Film im Mittelformat als auch digital fotografiert. Schirmbeck verzichtete bei den Bildern der Serie „ICESCAPES“ auf verfremdende Nachbearbeitung und sieht sich damit auch in der Tradition klassischer Fotografie. Die Ausstellungsstücke variieren zwischen den Kleinformaten von 75cm x 53cm und den Großformaten von 130cm x 130cm bzw. 250cm x 100cm. Die Fotografien sind im Lightjet-Verfahren belichtet und auf Aluminiumplatten hinter Acryl kaschiert.

Cyril Schirmbeck, der heute in Berlin lebt, verbrachte einen Großteil seiner Jugend in Nordafrika, bis er 2000 in seine Heimatstadt Frankfurt zurückkehrte. Seine Erfahrung, in anderen Kulturen zu leben, treibt Schirmbeck in seinem Beruf als Fotograf immer wieder in die Ferne. „Die Charakteristik eines Ortes oder einer Person möchte ich ohne Übertreibung, in klaren und starken Bildern festhalten“Cyril Schirmbeck.

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