Baden-Baden (ots) – Mit vier Dokumentationen und zwei Spielfilmen ist der SWR im Wettbewerb um die Grimme-Preise 2012: Nominiert sind in der Kategorie „Information & Kultur“ die SWR-Dokumentarfilme „Geschlossene Gesellschaft. Der Missbrauch an der Odenwaldschule“, „Alarm am Hauptbahnhof – Auf den Straßen von Stuttgart 21“ und „Gott bewahre! Die Welt der ultraorthodoxen Juden in Israel“ sowie die Dokumentation „Auf der Suche nach Peter Hartz“. In der Kategorie „Fiktion“ sind die SWR-Koproduktionen „Der Brand“ und „Es ist nicht vorbei“ nominiert. Die Preisverleihung zum 48. Grimme-Preis findet am 23. März in Marl statt.

Der 88-minütige Dokumentarfilm „Geschlossene Gesellschaft. Der Missbrauch an der Odenwaldschule“ von Regina Schilling und Luzia Schmid zeigt das Leid, das den Opfern sexueller Gewalt an der Odenwaldschule widerfahren ist. Der Film ist eine Produktion von SWR und HR und wurde erstmals am 9. August 2011 im Ersten gesendet. Redaktion hatten Martina Zöllner (SWR) und Esther Schapira (HR).

Der Dokumentarfilm „Alarm am Hauptbahnhof – Auf den Straßen von Stuttgart 21“ ist eine persönliche Chronik der Filmemacherinnen Sigrun Köhler und Wiltrud Baier von den Protesten in Stuttgart in der Zeit vom September 2010 bis zu den Landtagswahlen im März 2011. Er wurde am 24. August 2011 im Ersten erstmals gesendet. Der 85-minütige Film ist eine Koproduktion von Indi Film und Böller und Brot mit dem Südwestrundfunk und wurde gefördert mit Mitteln der MFG Filmförderung Baden-Württemberg. Redaktion beim SWR hatten Gudrun Hanke-El Ghomri und Martina Zöllner.

„Gott bewahre! Die Welt der ultraorthodoxen Juden in Israel“ von Ron Ofer und Yohai Hakak zeigt aus nächster Nähe den alltäglichen Kampf der ultraorthodoxen Juden um ihre Identität. Der 88-minütige Dokumentarfilm ist eine Produktion von ARTE und SWR und wurde erstmals am 17. Juli 2011 auf ARTE gesendet. Redaktion hatte Martina Zöllner (SWR).

„Auf der Suche nach Peter Hartz“ von Lutz Hachmeister strahlte das Erste am 14. November 2011 aus. Die 45-minütige Dokumentation zeichnet das Leben des Mannes nach, dessen Name für die größte Arbeitsmarktreform in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland steht. Zum ersten Mal bezieht Peter Hartz in einer großen Fernsehdokumentation selbst Stellung zu seiner Arbeit in der Hartz-Kommission und seinem tiefen Sturz im Zuge der VW-Affäre. Der Film ist eine Produktion von SWR und WDR. Die Redaktion hatten Thomas Michel (SWR) und Mathias Werth (WDR).

Der Fernsehfilm „Es ist nicht vorbei“ wurde erstmals am 9. November 2011 im Ersten ausgestrahlt. Geschrieben von Kristin Derfler und Clemens Murath, inszeniert von Franziska Meletzky, zeigt der Film die seelischen Qualen einer Frau, die sich unerwartet mit den traumatischen Erfahrungen ihrer Haftzeit als politische Gefangene im DDR-Frauengefängnis Hoheneck auseinanderzusetzen muss. In den Hauptrollen sind Anja Kling, Ulrich Noethen und Tobias Oertel zu sehen. „Es ist nicht vorbei“ ist eine Produktion der Studio Berlin Filmproduktion im Auftrag von SWR und RBB für Das Erste. Produzent war Michael Lehmann; Producerin Heike Streich. Die Redaktion liegt bei Michael Schmidl und Manfred Hattendorf (SWR) sowie Michael Lehmann; Producerin Heike Streich (RBB).

Im Spielfilm „Der Brand“ erzählen Regisseurin Brigitte Bertele und Autorin Johanna Stuttmann von den psychischen Konsequenzen einer Vergewaltigung und dem Versuch des Opfers, sein seelisches Gleichgewicht wieder zu gewinnen. „Der Brand“, in dem Maja Schöne die Hauptrolle spielt, ist eine Koproduktion von Filmsyndikat UG, Produktion Hartwig König, mit dem SWR, gefördert von der MFG Baden-Württemberg und wurde am 23. November 2011 im Rahmen der letztjährigen Staffel von Debüt im Dritten im SWR Fernsehen ausgestrahlt. Die Redaktion im SWR liegt bei Stefanie Groß.

Pressekontakt:

Bruno Geiler, Tel 07221/929-23273, bruno.geiler@swr.de

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