Auf Schloss Moritzburg vom 5. 11. 2011 bis 26. 2. 2012

Vor fünfhundert Gästen wird am Abend des 4. November 2011 die neue Winterausstellung „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ durch Dr. Franzisek Mikes, 1. Stellvertreter des Kulturministers der tschechischen Republik, Prof. Dr. Jürgen Staupe, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministeriums für Kultus und Sport, Vaclav Vorlicek, Regisseur des Kultfilmes und Dr. Christian Striefler, Direktor der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen, auf Schloss Moritzburg eröffnet.

Damit wagt sich Schloss Moritzburg nach der Sonderausstellung im Winter 2009/2010 zum zweiten Mal an die umfassende Darstellung des Filmes im Rahmen einer Ausstellung und plant diese auch für kommende Jahre. Auf über 2000 m2 präsentiert sich die in Zusammenarbeit mit den Barrandov Studios Prag, der DEFA Stiftung und der Aschenbrödel Fangemeinde entwickelte Schau.

Kuratorin Margitta Hensel: „Wir möchten in dieser kühlen und hektischen Zeit die Herzen erwärmen und Freude bereiten.“

Die Attraktion der Schau sind die circa 50 noch erhaltenen und durch die Barrandow Studios Prag zur Verfügung gestellten Originalkostüme, die mittlerweile zum tschechischen Kulturerbe zählen. Sie sind erstmals nach fast 40 Jahren wieder gemeinsam mit den DEFA Kostümen am Originaldrehort zu sehen.

Darüber hinaus wurden 25 detailgetreue Nachbildungen nicht mehr vorhandener Kostüme hergestellt. In die Ausstellung flossen viele Anregungen und Hinweise, vor allem von Fans des Filmes, ein. So wird endlich die immer wiederkehrende Frage nach dem Ballsaal geklärt, der sich nicht im Schloss befindet und dessen Entstehung das Filmgymnasium Babelsberg filmisch für die Schau umgesetzt hat. Viele Filmkulissen wurden mit Liebe zum Detail überarbeitet, originalgetreu nachgebaut, z.B. der Laubengang, der Dachstuhl oder die Gute Stube und durch Wachsfiguren ergänzt. Neue Raumkonzepte wurden u.a. für die Darstellung des Königschlosses entwickelt. Studenten der Hochschule für Bildende Künste Dresden haben mit der Anfertigung großer Wandfresken erstmals an der Gestaltung mitgewirkt.

Gleich zwei Kinos bietet die Ausstellung, in denen u.a. exklusive Interviews und Filmsequenzen gezeigt werden, der berühmte Märchenfilm jedoch nicht zu sehen sein wird. Die Ausstellung wäre nicht denkbar ohne die Fangemeinde, die die Schau mit privaten Leihgaben, wie Kostümen, Requisiten oder Schmuck unterstützen und bereichern.

Mit der Vergrößerung der Ausstellungsfläche wurde ein Ausstellungsrundgang entwickelt, der auch mehr Komfort für die Besucher bringt. Außerdem wurden einige Mitmachstationen integriert, die vor allem auch Kindern Spaß machen werden. So hat die DEFA Stiftung exklusiv für die Schau eine Trickkamera entwickelt, die die Verwandlung der Haselnuss in Aschenbrödels Hochzeitskleid umsetzt. Auch an ein Fernrohr wurde gedacht, durch das man vom Schloss auf den Weg der königlichen Schlittenpartie schauen kann.

An Wochenenden, Ferien- und Feiertagen bietet das Kindertheater unterschiedliche Programme für die kleinen Besucher. Zur Weihnachtszeit verwandelt sich die Schlossfassade traditionell in einen riesigen Adventskalender. Täglich um 16 Uhr (am 24. 12. bereits um 10 Uhr) erfolgt die Fensteröffnung, die jeweils durch einen Bühnenprogramm von Kindern regionaler Kindergärten umrahmt wird, die den Weihnachtsmann empfangen. Die Zusammenarbeit mit unseren tschechischen Nachbarn liegt uns sehr am Herzen. Sie wird in einigen sächsischen Schlössern bereits aktiv gelebt. Diese Ausstellung zeigt einmal mehr, dass es ein Gewinn für beide Seiten ist. Wir würden uns freuen, wenn wir diese Zusammenarbeit auch auf Schloss Moritzburg in den nächsten Jahren vertiefen können.

Statement Barrandov Studio Prag, Petr Tichý

Für die Filmstudios Barrandov ist die Beteiligung an der großen Winterausstellung „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ auf Schloss Moritzburg ein besonderes Ereignis. Die Besucher haben dort die einmalige Gelegenheit, sich am ursprünglichen Drehort die einzigartige Sammlung der Originalkostüme anzuschauen, die sogar zum Kulturerbe der Tschechischen Republik zählen. So kehren die Kostüme aus Barrandov nach knapp vierzig Jahren auf Schloss Moritzburg zurück. Es ist wundervoll, dass unter anderem Aschenbrödels rosa Ballkleid und das Jagdkostüm des Prinzen gerade in dem Jahr, in dem die Filmstudios Barrandov ihr achtzigjähriges Bestehen feiern, Teil dieser beeindruckenden Ausstellung sind.

Anfahrt: PKW: A4 Abfahrt Dresden Wilder Mann | A 13 Abfahrt Radeburg (weiter nach Ausschilderung) ÖPNV: Zug bis Dresden Neustadt, weiter mit Bus 326 Richtung Radeburg Lössnitztal-Schmalspurbahn: von Radebeul nach Moritzburg (www.loessnitzgrundbahn.de)

TÖffnungszeiten: 5. November 2011 bis 26. Februar 2012: Dienstag bis Sonntag: 10 – 17 Uhr (letzter Einlass) | Montag geschlossen (außer 26.12.) 24. und 31. Dezember 2011: 9 – 12 Uhr (letzter Einlass)

Hinweis: Der Ausstellungsrundgang dauert ca. 1,5 Stunden.

Täglich um 16 Uhr (24. 12. Bereits 10 Uhr) wird an der Schlossfassade durch den Weihnachtsmann ein Kalender- Fenster, gemalt und umrahmt von einem kleinen Bühnenprogramm regionaler Kindereinrichtungen, geöffnet. Informationen unter:

www.maerchenschloss-moritzburg.de

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