Jetzt ist der Abend dort, wo ihn Herbert Grönemeyer hingesungen hat. Die Menschen im Innenraum schwenken ihre Arme, das Publikum auf den Plätzen steht auf. Alle singen so laut sie können. Der Hall von den Stimmen aus 46.000 Kehlen rauscht durch die Arena in Leipzig. Herbert singt einen seiner zahlreichen großen Hits: Was soll das. Die Reise hat längst Fahrt aufgenommen, die Kogge schauckelt und wie es sich für eine richtig stürmische Seereise gehört: Es regnet von schräg vorn.

Grönemeyer ist auf Stadientour. Wieder einmal. Und er hat sich nicht nur neu erfunden, sondern geht seinen künstlerischen Weg unbeirrt weiter. Grundlage ist das mittlerweile 13. Album des gebürtigen Göttingers. Es heißt Schiffsverkehr und gibt der Tournee ihren Namen. Maritim ist nicht nur der Titel. Bereits zu Vorstellung der CD und Auftrittstermine im September des vergangenen Jahres hatte Herbert ans Meer geladen. In einem Hotel in Warnemünde an der Ostsee servierte er Fisch. Im Hintergrund schaukelten die Seegelboote und Herbert gab die Richtung vor:

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